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Vor dem Top-Spiel des FC Bayern gegen den VfL Wolfsburg schießt Dieter Hecking Giftpfeile in Richtung München – und macht sich über die Stimmung in der Allianz-Arena lustig

Nur rund 20.000 Zuschauer sahen vergangene Woche die Champions-League-Partie des VfL Wolfsburg gegen ZSKA Moskau. Eine enttäuschende Zahl, schließlich war es für die Wölfe nach sechs Jahren die erste Partie in der Königsklasse. Der Spott im Netz ließ nicht lange auf sich warten, unter anderem war von einem „Geisterspiel“ die Rede. Hat der amtierende Pokalsieger ein Stimmungsproblem? Wenn ja, scheint Wolfsburg nach Meinung von Dieter Hecking aber nicht alleine dazustehen.

Verbale Auseinandersetzungen nehmen zu

„Es gibt Stadien, in denen mich die Atmosphäre mehr begeistert“, sagt Dieter Hecking dem Kicker über die anstehende Top-Partie am Dienstagabend gegen Bayern München in der Allianz-Arena. Ein Zufall, dass ein solcher Satz jetzt fällt? Auch wenn das Münchner Publikum in gegnerischen Lagern nicht erst seit Kurzem als Operetten-Publikum verschrien ist, zumindest in Sachen Zuschauerzahlen kann sich der Rekordmeister national wie international nicht beschweren – das Stadion ist so gut wie immer voll.

Vielmehr könnten die Worte des Wölfe-Trainers auch der Situation geschuldet sein, dass der Kuschelkurs zwischen den Vereinen nach den ersten fünf Spieltagen vorbei ist. In der Partie spielt immerhin der Zweite gegen den Dritten der Fußball-Bundesliga, verbale Scharmützel sind da ganz normal. So sagt Hecking auch folgenden Satz: „Ich war nie ein Bewunderer des FC Bayern“. Allerdings würde er zutiefst respektieren, was dort geschaffen wurde.

Dortmund schwimmt auf Erfolgswelle

Anerkennen müssen sowohl der VfL Wolfsburg als auch der FC Bayern München die kleine Wiederauferstehung der Borussia aus Dortmund, die momentan von der Tabellenspitze grüßt. Der BVB spielt am Mittwoch auswärts gegen die formschwache TSG 1899 Hoffenheim. Eine mutmaßlich euphorische, ja meisterliche Stimmung dürfte dann im Gästeblock herrschen, sobald die Schwarz-Gelben in Führung gehen sollten. Mats Hummels tritt nach elf Siegen in elf Pflichtspielen unter Neu-Coach Thomas Tuchel als Stimme der Vernunft jedoch vorsorglich auf die Euphorie-Bremse und sieht sich weiterhin als Jäger: „Wir sind mit München derzeit auf einem sehr hohen Niveau, aber die Kunst ist es, dieses zu halten“, so der Nationalspieler im Interview mit Bild.

Gladbach und Stuttgart sehnen erste Punkte herbei

Besonders angespannt dürfte die Atmosphäre hingegen bei Borussia Mönchengladbach sein. Hier bleibt abzuwarten, wie die Fans am Mittwoch daheim gegen den FC Augsburg nach der Niederlagen-Serie auf Lucien Favres Rücktritt reagieren – oder wenn die Fohlen abermals zurückliegen oder verlieren sollten. Ebenfalls null Punkte auf dem Konto, trotz massenweise Torchancen in den ersten fünf Bundesliga-Spielen, hat auch der VfB Stuttgart – die Schwaben treten auswärts bei Hannover 96 an, die ebenfalls schwach in die Saison gestartet sind.